Trainings bringen nichts!“

Trainings bringen nichts!“ – „Coaching ist reine Zeitverschwendung!“ und „Weiterbildung ist rausgeschmissenes Geld!“

Jeden Tag wird in und für deut­sche Unter­neh­men Wei­ter­bil­dung betrie­ben. Einer Stu­die nach inves­tie­ren cir­ca 84 Pro­zent aller Fir­men in Deutsch­land in Wei­ter­bil­dung und geben mehr als 21 Mil­li­ar­den Euro für Semi­nar und Coa­chings aus. Wei­ter­bil­dung ist ein rie­si­ges Geschäft.

Wer hat das nicht schon mal erlebt? Ein Mit­ar­bei­ter kommt von einem Semi­nar wie­der.

Die berech­tig­te Fra­ge: „…und was hast Du vom Semi­nar mit­ge­nom­men?“ – Kla­re Ant­wort: „Ein Hand­tuch und zwei Aschen­be­cher!“ – Die­ser klei­ne Witz ist wohl jedem Trai­ner und Coach in Deutsch­land bekannt. Nur eines ist er nicht – wit­zig! Der Witz zeigt ledig­lich Schwach­stel­len im Wei­ter­bil­dungs­sek­tor von Unter­neh­men auf.

Sehr oft wis­sen Mit­ar­bei­ter gar nicht war­um sie über­haupt zum Semi­nar sol­len. Und noch schlim­mer Füh­rungs­kräf­te mer­ken erst, dass ihre Mit­ar­bei­ter auf einem Semi­nar waren, wenn die­se wie­der zurück sind. Die Fol­ge ist bei Mit­ar­bei­tern, dass die­se über­trai­niert sind und nur noch schwer für etwas zu begeis­tern sind.

Jetzt stel­len Sie sich ein­mal vor, Sie sind in der Per­so­nal­ab­tei­lung eines Unter­neh­mens und für Wei­ter­bil­dung und Per­so­nal­ent­wick­lung ver­ant­wort­lich. Sie kom­men fröh­lich eines Mor­gens ins Büro und es lie­gen zwei Kata­lo­ge von Semi­nar­an­bie­tern auf Ihrem Schreib­tisch. Ihre Auf­ga­be fin­den Sie das pas­sen­de Semi­nar für einen Ver­triebs­mit­ar­bei­ter. Eine leich­te Auf­ga­be den­ken Sie?

Es ist unmög­lich! Sie wer­den sich sicher­lich fra­gen war­um? Nun ja, die Ant­wort ist ganz ein­fach. In einem Kata­log gibt es 613 ver­schie­de­ne Semi­na­re und in dem ande­ren „nur“ noch 584 Ange­bo­te. Bis Sie sich hier einen gro­ben Über­blick ver­schafft haben ist es Mit­tag und bis Sie das rich­ti­ge Semi­nar gefun­den haben ist wohl schon Win­ter, Früh­ling und Som­mer vor­bei. Das schlim­me ist nur das im Herbst ja ein neu­er Kata­log kommt. Also was macht man, man neh­me ein wohl irgend­wie pas­sen­des Semi­nar und schickt den Mit­ar­bei­ter mal dahin. Auf­ga­be erle­digt!

Per­so­nal­ent­wick­ler haben es ein­fach nicht leicht. Die Erfah­rung zeigt, dass Wei­ter­bil­dung immer dann fehl­in­ves­tiert ist, wenn Stan­dard­kon­zep­te auf feh­len­de Pra­xis­er­fah­rung tref­fen.

Natürlich fragen Sie sich wie geht es anders.

Ach­ten Sie bei der Wahl auf Pra­xis­nä­he. Auf ihr Unter­neh­men zuge­schnit­te­ne und ange­pass­te Trai­nings füh­ren dau­er­haft zum Erfolg.

Bin­den Sie Füh­rungs­kräf­te und Mit­ar­bei­ter früh­zei­tig in die Ent­schei­dungs­fin­dung von Ent­wick­lungs­maß­nah­men ein. Die Füh­rungs­kräf­te in ihrem Haus sind ein wich­ti­ges Ele­ment und kön­nen der Schlüs­sel zum Erfolg von Per­so­nal­ent­wick­lungs­maß­nah­men sein. Fan­gen Sie erst an die Mit­ar­bei­ter zu qua­li­fi­zie­ren, nach­dem Sie die Füh­rungs­kräf­te befä­higt haben.

Imple­men­tie­ren Sie zwei Pro­zess­schrit­te um das Semi­nar. Einen geziel­ten Dia­log zwi­schen Füh­rungs­kraft und Mit­ar­bei­ter bevor der Mit­ar­bei­ter auf ein Semi­nar fährt und ein Dia­log wenn der Mit­ar­bei­ter von dem Semi­nar wie­der­kommt. Das Ergeb­nis die­ses Gesprächs ist die Grund­la­ge für ein lang­fris­ti­ges Ent­wick­lungs­pro­gramm von Mit­ar­bei­tern.

Über­le­gen Sie im Vor­feld, ob es nicht sinn­vol­ler ist eine Inhouse Ver­an­stal­tun­gen zu machen. Die­se spa­ren oft Zeit, Geld und sind deut­lich abge­stimm­ter auf die Zie­le und Plä­ne des Unter­neh­mens. Die Durch­drin­gung von Wis­sen in ihrem Unter­neh­men ist nach­hal­ti­ger. Suchen Sie sich für inter­ne Wei­ter­bil­dungs­maß­nah­men eine Trainer/Coach aus der auch lang­fris­tig mit ihnen zusam­men­ar­bei­ten möch­te und die Stra­te­gie des Unter­neh­mens mit­trägt. Ver­mei­den Sie einen Trai­ner­tou­ris­mus. Er muss ein stra­te­gi­scher Part­ner der Per­so­nal­ab­tei­lung sein.

Und wenn Sie schon bei Inhouse Ver­an­stal­tun­gen sind. War­um grün­den sie nicht gleich eine eige­ne inter­ne Wei­ter­bil­dungs­aka­de­mie in ihrem Unter­neh­men. Die­se Aka­de­mie beschäf­tigt sich mit nichts ande­rem als der inter­nen Wei­ter­bil­dung der gesam­ten Beleg­schaft. Schaf­fen sie inter­ne Wei­ter­bil­dungs­pro­gram­me statt Ein­zel­se­mi­na­re. Qua­li­fi­ka­ti­on von Mit­ar­bei­tern bekommt somit einen ganz­heit­li­chen Blick­win­kel. Bau­en Sie sich einen Trai­ner­pool auf, der ihren Vor­stel­lun­gen ent­spricht und kom­mu­ni­zie­ren sie kla­re Qua­li­täts­stan­dards an die Trai­ner­mann­schaft. Die Zusam­men­ar­beit mit dem Trai­ner­pool bekommt mehr Wert, wenn sie zu den Jour Fix Ter­mi­nen jähr­li­che Abstim­mungs­ge­sprä­che imple­men­tie­ren.

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